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Straßenimman - die irdischen Regeln

Umfangreiche Erläuterung

Kurzfassung

Um ein Straßenimmanturnier oder eine kleine Liga ausspielen zu können, bedarf es natürlich, wie auch beim Feldimman, eines Systems, nach dem man die Ergebnisse feststellen kann. Genauso, wie sich Feldimman und Straßenimman von ihrem grundsätzlichen Konzept her und daher auch in ihren aventurischen Regeln unterscheiden, sind auch die irdischen Regeln äußerst verschieden, auch wenn die Verwandtschaft der beiden Sportarten noch feststellbar ist.

Da es beim Straßenimman weit geringere Unterschiede in den spielerischen Fähigkeiten der einzelnen Mannschaften als beim Feldimman gibt, kommt der Mannschaftsstärke eine weniger große Bedeutung zu. Tagesform und Glück sind neben der Eingespieltheit der Mannschaft oft die entscheidenden Faktoren, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Das Regelwerk

Mannschaftsstärke

Die Mannschaftsstärke einer Straßenimmanmannschaft schwankt zwischen 1 und 5.
Einen Wert von 1 erhält eine Mannschaft, die aus plötzlich zusammengewürfelten Spielern besteht, die den Umgang mit einem Holzknüppel vor allem aus Kneipenschlägereien kennen und von den Spielregeln nur eine rudimentäre Vorstellung haben.
Haben die Spieler bereits hin und wieder Straßenimman gespielt und besitzen ein grundlegendes Wissen von den Regeln, das sie sich vor allem als Zuschauer angeeignet haben, wird die Mannschaftsstärke 2 betragen,
wenn sie bereits des öfteren zusammen gespielt haben und somit die Laufwege und Ideen der anderen Spieler etwas einschätzen können, kann von einer Stärke von 4 ausgegangen werden.
Mannschaften, die regelmäßig (also mindestens zweimal im Monat) zusammen trainieren und sich neben den einfachen Schlägen auch etwas verzwicktere Techniken und kleinere Spielzüge angeeignet haben, können mit einer Stärke von 4 bewertet werden.
Stärke 5 gibt es nur in Ausnahmefällen. Solche Mannschaften sind meist die Viertel- oder Regionalauswahlen, die sich einmal wöchentlich zum Training treffen und schon längere Zeit miteinander gespielt haben. Diese Mannschaften haben schon mehrere Turniere erfolgreich absolviert und werden von einer großen Anzahl Anhänger unterstützt. Das technische Niveau der Spieler liegt leicht über dem Durchschnitt und bei ihrem Auftreten ist durchaus ein taktisches Konzept im Spiel erkennbar.

Die Spielstärken der Mannschaften werden miteinander verglichen. Die Differenz wird der stärkeren Mannschaft in Form von Toren gutgeschrieben.

Aufstellung

Straßenimmanmannschaften bevorzugen in der Regel eines von zwei Spielsystemen - entweder sie spielen mit Torwart und fünf Feldspielern, oder ohne festen Torhüter.
Beim Spiel mit Torwart wird natürlich das Defensivverhalten gestärk, dafür leidet der Spielaufbau, vor allem gegen eine Mannschaft, die mit sechs Feldspielern antritt.

Spielt eine Mannschaft mit der Aufstellung 1-5, werden dem Gegner 1/2 W6 Tore abgezogen. Selbst erhält die Mannschaft einen Malus von 1 auf ihre Treffer.

Spielt eine Mannschaft ohne festen Torwart wird eindeutig das Angriffspotential verstärkt. Die zusätzliche Anspielstation im Mittelfeld macht schnellere Spielzüge und Seitenwechsel über viele Stationen möglich und öffnet das eigene Spiel - allerdings auch nach hinten. Eine Mannschaft mit Aufstellung 0-6 läuft ständig Gefahr, im Vorwärtsdrang den Blick zum eigenen Tor zu verlieren und in einen Konter zu laufen.

Bei einer Aufstellung ohne Torwart schießt die Mannschaft 1/2 W6 mehr Tore, der Gegner erzielt allerdings auch einen zusätzlichen Treffer.

Spieleranzahl

Beim Straßenimman stehen immer 6 Spieler auf dem Platz. Da das Spiel äußerst schnell und hart ist, schafft es kaum ein Spieler, ein ganzes Viertel ohne Pause durchzuspielen, ohne merklich an Leistung zu verlieren. Deshalb ist ein fliegendes Wechseln im Spiel erlaubt. Die maximale Anzahl Spieler pro Mannschaft ist auch 15 beschränkt. Wenn diese das ganze Spiel über rotieren, gibt es genug Ruhephasen für jeden, um am oberen Leistungslimit spielen zu können.

Tritt eine Mannschaft mit weniger als 10 Spielern an oder verliert während des Spiels so viele Spieler durch Sperren und Verletzungen, daß deren Anzahl unter 10 sinkt, erhält die gegnerische Mannschaft für jeden Spieler weniger 1 zusätzlichen Treffer.

Härte

Straßenimman ist ein äußerst hartes Spiel. Einige Leute, besonders aus den höheren Schichten der Gesellschaft würden es durchaus als brutal bezeichnen. Dennoch gibt es feine Unterschiede. Die meisten Mannschaften spielen mit "gesunder Härte", das heißt, sie werden die von den Regeln vorgegebenen Beschränkungen, wie das Verbot von Faustschlägen und Fußtritten einhalten. Manche Mannschaften halten es allerdings etwas legerer mit der Auslegung der Regeln. Ihr Spielstil ist noch aggressiver, was durchaus zu ernsthaften Verletzungen führen kann.

Eine besonders hart spielende Mannschaft kann ihren Gegner zuminest zu Beginn des Spiels einschüchtern. Ihr wird ein zusätzlicher Treffer gutgeschrieben.

Sperren/Verletzungen

Da Straßenimman ein sehr hartes Spiel ist, geht es bei kaum einem Spiel ohne Verletzungen zu. Meist handelt es sich hierbei um Platzwunden oder verstauchte Knöchel, die keine bleibenden Schäden verursachen, doch kommt es auch hin und wieder zu wüsten Schlägerein, die mit ernsthaften gesundheitlichen Schäden enden. Bei einem Spiel mit Schiedsrichter gibt es für kleinere Fouls eine Ein-Minuten-Strafe, während der die bestrafte Mannschaft mit einem Mann weniger spielen muß. Wiederholte oder besondere brutale Fouls werden mit Ausschluß vom Spiel geahndet. Da bei den meisten Spielen im Straßenimman aber kein Schiedsrichter anwesend ist, wird oft mit gleicher Münze zurückgezahlt. Da alle Mannschaften darum wissen und die eigene Gesundheit den meisten Spielern immer noch wichtiger ist als der Sport gibt es nur sehr wenige Mannschaften, die mit äußerster Brutalität vorgehen und somit ihrerseits riskieren, von den Gegnern zusammengeschlagen zu werden.

Spielt eine Mannschaft besonders hart, verliert der Gegner während des Spiels W6 Spieler durch Verletzungen, bei normaler Härte verletzen sich 1/2 W6-1 gegnerische Spieler.
Ist beim Spiel ein Schiedsrichter anwesend, werden von brutal spielenden Mannschaften auch W6-1 Spieler des Feldes verwiesen. Von normal spielenden Mannschaften lediglich 1/2 W6-2. Ist kein Schiedsrichter anwesend, was bei den meisten Spielen der Fall sein dürfte, wird, wenn eine Mannschaft äußerst brutal beginnt, die andere diese Härte übernehmen und dagegenhalten, so daß eine große Anzahl von Verletzten zu beklagen sein wird.

Tagesform

Schlecht geschlafen, gut gegessen, frisch verliebt oder einfach nur sauer auf den Nachbarn? Aufgrund der geringen Leistungsunterschiede kommt beim Straßenimman der Tagesform eine entscheidende Bedeutung zu. Es soll schon Spiele zwischen zwei Mannschaften gegeben haben, die an aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen worden waren und 12:1 bzw. 2:10 geendet haben.

Zur Ermittlung der Tagesform wird für beide Mannschaften mit einem W6 gewürfelt. Die Differenz wird der Mannschaft mit dem höheren Wert in Form von Toren gutgeschrieben.

Glück

Das Spielfeld beim Straßenimman ist recht eng und mit 12 Spielern reichlich gut gefüllt. Bei solchen Verhältnissen kommt es nicht nur auf die spielerischen Fähigkeiten an, auch eine gehörige Portion Glück ist von Nöten, um den Sieg davonzutragen. Oft ist nur der Hauch eines Halbfingers zwischen Pfosten und Tor oder zwischen dem Erreichen eines Balls vor dem gegnerischen Schläger und dem In-die-Luft-Schlagen mit anschließender Bauchlandung.

Das Glück der Mannschaften wird ebenfalls mit W6 ermittelt und die Differenz der glücklicheren Mannschaft als Tore hinzugerechnet.

Schiedsrichter

Hin und wieder kommt es vor, daß der Schiedsrichter eine Mannschaft bevorzugt. In der Regel ist dies die Heimmannschaft, da die Zuschauer so eng am Spielfeldrand stehen, daß nur äußerst mutige "Unparteiische" die Courage aufbringen, gegen diese laut johlende Menge zu entscheiden. Dennoch gab es auch schon Spiele, in denen eindeutig die Gäste bevorzugt wurden. Gastgeber ist immer die Mannschaft, in deren Stadtviertel das Spiel stattfindet, da sich Anhänger aus anderen Quartieren kaum in die verwinkelten Gassen anderer Stadtteile wagen.

Die Schiedrichtereinstellung wird mit einem W20 festgestellt. 1 und 2 bedeuten die Bevorzugung der Heimmannschaften, 20 eine Sympathie für die Gäste. Die benachteiligte Mannschaft verliert einen Spieler durch unberechtigte Sperre.

Zusammenfassung der Regeln

1. Mannschaftsstärke:
Die Spielstärken der Mannschaften, die zwischen 1 und 5 liegen, werden miteinander verglichen. Die Differenz wird der stärkeren Mannschaft in Form von Toren gutgeschrieben.

2. Aufstellung:
Spielt eine Mannschaft mit der Aufstellung 1-5, werden dem Gegner 1/2 W6 Tore abgezogen. Selbst erhält die Mannschaft einen Malus von 1 auf ihre Treffer.
Bei einer Aufstellung ohne Torwart schießt die Mannschaft 1/2 W6 mehr Tore, der Gegner erzielt allerdings auch einen zusätzlichen Treffer.

3. Spieleranzahl:
Tritt eine Mannschaft mit weniger als 10 Spielern an oder verliert während des Spiels so viele Spieler durch Sperren und Verletzungen, daß deren Anzahl unter 10 sinkt, erhält die gegnerische Mannschaft für jeden Spieler weniger 1 zusätzlichen Treffer.

4. Härte:
Eine besonders hart spielende Mannschaft kann ihren Gegner zuminest zu Beginn des Spiels einschüchtern. Ihr wird ein zusätzlicher Treffer gutgeschrieben.

5. Sperren/Verletzungen:
Spielt eine Mannschaft besonders hart, verliert der Gegner während des Spiels W6 Spieler durch Verletzungen, bei normaler Härte verletzen sich 1/2 W6-1 gegnerische Spieler.
Ist beim Spiel ein Schiedsrichter anwesend, werden von brutal spielenden Mannschaften auch W6-1 Spieler des Feldes verwiesen. Von normal spielenden Mannschaften lediglich 1/2 W6-2. Ist kein Schiedsrichter anwesend, was bei den meisten Spielen der Fall sein dürfte, wird, wenn eine Mannschaft äußerst brutal beginnt, die andere diese Härte übernehmen und dagegenhalten, so daß eine große Anzahl von Verletzten zu beklagen sein wird.

6. Tagesform:
Zur Ermittlung der Tagesform wird für beide Mannschaften mit einem W6 gewürfelt. Die Differenz wird der Mannschaft mit dem höheren Wert in Form von Toren gutgeschrieben.

7. Glück:
Das Glück der Mannschaften wird ebenfalls mit W6 ermittelt und die Differenz der glücklicheren Mannschaft als Tore hinzugerechnet.

8. Schiedsrichter:
Die Schiedrichtereinstellung wird mit einem W20 festgestellt. 1 und 2 bedeuten die Bevorzugung der Heimmannschaften, 20 eine Sympathie für die Gäste. Die benachteiligte Mannschaft verliert einen Spieler durch unberechtigte Sperre.

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