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Über die Geschichte des Immansports

Die Ursprünge des Imman

Die offizielle Version

Es gibt eine Menge Zeitgenossen, die behaupten, das Imman sei im Jahre 150 vor Hal von den Thorwalern erfunden worden. Diese Ansicht beruht allein auf der Existenz eines Reiseberichts des liebfeldischen Abenteurers Golidor ya Valina, der in Thorwal die Besatzungen zweier Drachenschiffe mit Knüppeln auf einen kleinen Ball einschlagen sah und auf eine Nachfrage die Regeln des Spiels erklärt bekam. Was er in seinem Bericht niederschrieb, gleicht tatsächlich fast haargenau dem, was wir heute unter Imman verstehen.

Einer in jüngster Zeit durchgeführten historisch-kritischen Untersuchung hielten die offiziellen Daten zur Geschichte des Imman jedoch nicht stand. Magister Olemo ya Parsinen aus Vinsalt legte in seinem kleinen Pamphlet "Über die neuesten Beweisstücke und Aktenhinweise bezüglich der Entstehung des Volksvergnügens mit Esche und Kork, das landlaufig als das Immanspiel bezeichnet wird" konnte er den erstaunlichen Beweis erbringen, daß die Berichte des Golidor ya Valina keineswegs die Entstehung des Imman vor 150 Jahren belegen. Die bloße Existenz dieses Spiels zu dieser Zeit sage noch nichts über den eigentlichen Entstehungszeitraum aus.

Mit dieser These verläßt Olemo dann den rein akademisch deduktiven Rahmen und begibt sich in das Gerüchtegestrüpp vor allem der thorwalschen Region. Hartnäckig hält sich dort das Gerücht, Imman wäre von den Nordmännern bereits aus dem Güldenland nach Aventurien und dann von diesen hier zur neuen Blüte gebracht worden. Dies soll die Figur eines großen Mannes mit einem gebogenen Stock in der Hand belegen, die auf einem Stein abgebildet wurde, der angeblich auf einer kleinen Insel im Westen des Nordmeeres gefunden worden ist.

Der eigentliche Ursprung des Imman

Ya Parsinen bleibt in seiner Abhandlung, wie auch alle menschlichen Geschichtesschreiber des Imman vor ihm, bei der Feststellung, Imman sei ein ursprünglich throwalsches Spiel, das von diesen als Kulturgut unter allen übrigen aventurischen Völkern gestreut worden sei. Dies ist für einen gelehrten des Lieblichen Feldes zum einen unverständlich, sollte es doch im politischen Interesse des Horasiats liegen, den Thorwalern auch diesen kulturhistorisch wichtigen Erfolg streitig zu machen, doch wird es nachvollziehbar, wenn man die Alternative betrachtet, der ya Parsinen in seinem Büchlein kurz auf der Spur ist, sie dann aber vor Beendigung des logischen Diskurses aufgibt und sich wieder den Thorwalern widmet. Dieser andere Ansatz über den Ursprung des Imman ist so ungeheuerlich, so atemberaubend, daß es einem Gelehrten Herrn am Vinsalter Hofe unmöglich ist, ihn konsequent bis zum Ende zu verfolgen.

Imman ist ein ursprünglich zwergisches Spiel. Besser gesagt: es war ein zwergischer Ritus. Lange bevor die Thorwaler oder andere Menschen aus dem Güldenland nach Aventurien kamen, betrieben die Hügelzwerge im Nordwesten des Kontinents einen rituellen Kampf zweier Gruppen, um den ewigen Frieden zwischen den beiden Zwergenkönigreichen der Region nicht brechen zu lassen. Jedes Jahr im Frühsommer versammelten sich jeweils 200 der wichtigsten Zwerge beide Königreiche in einer Talsenke im Steineichenwald, um einem uralten Spektakel beizuwohnen. Die jeweils fünfzehn geschicktesten Zwerge beider Reiche traten hier gegeneinander an, um in einem symbolischen Kampf festzustellen, welcher der beiden Könige für das kommende Jahr der auserwählte des Gottes Angrosch sein sollte und die goldene ewig lodernde Flamme in seine Hallen führen dürfe. Gekämpft wurde mit Eichenstücken, mit denen die Spieler einen Lederball durch die Talsenke treiben und in einen ein Quadratschritt großen Kasten schlagen mußten. Das Reich, das zuerst drei Treffer erzielt hatte, war das von Angrosch erwählte.

Seine Wurzeln hatte dieses Spiel in einer furchtbaren Schlacht in eben dieser Talsenke, in der in grauer Urzeit tausende Zwerge beim Kampf der beiden Königreiche ihr Leben gelassen hatten. Nachdem sich die Könige aufgrund des großen Blutzolls zu einer vorübergehenden Waffenruhe geeinigt hatten, zogen einige der durch die Kämpfe abgestumpften Zwergenkrieger, die das Gemetzel überlebt hatten, umher und vertrieben sich mit Leichenfledderei die Zeit. Einer dieser Zwerge entdeckte plötzlich seine drei Brüder tot unter einem feindlichen Zwerg, der, selbst tot, immer noch mit frechem Grinsen seine Axt gepackt hielt, die einem der Brüder im Schädel steckte. Vor Wut hieb der Zwerg dem toten Feind den Kopf mit solche Wucht ab, daß er einige Schritt weit flog und in einer alten Truhe zu liegen kam.

Das sahen nicht nur die jubelnden Freunde des Zwergen, sondern auch gegnerische Kämpfer. In der Meinung, der Schlag in die Truhe sei mit Absicht erfolgt, machten sie sich ihrerseits daran, einen Zwergenkopf in ein Gefäß zu befördern. Sie steckten eine Standarte des Gegners als Zeichen ihres Erfolgs in den Boden, was die andere Gruppe sofort gleichtat. Bis zum Morgengrauen dauerte das schaurige Treiben und schon längst hatten die Zwerge das Zählen aufgegeben, als die beiden Könige mit grimmigen Minen das Schlachtfeld musterten. Als sie sahen, wohin ihr blutiger Zwist die Zwergenzivilisation geführt hatte, kamen sie überein, nie mehr einen solchen Krieg gegeneinander zu führen. Stattdessen kam einer der Ratgeber beim Anblick der mit den Köpfen der Toten ihren Schabernack treibenden Kämpfer auf die Idee, einen Wettstreit auszutragen. Man räumte das Schlachtfeld in tagelanger Schwerstarbeit und errichtete an seinem Rand ein großes Mahnmal, um der Toten zu gedenken. Dann wurden zwei Truhen besorgt, ein runder Gegenstand herbeigebracht und jeweils dreißig Kämpfer mit Keulen ausgerüstet. Diese sollten sie dazu nutzen, den Ball in die Truhen zu befördern, aber der beengte Platz führte zu häufigen Schlägereien und zahlreichen Totschlägen. Erst als nur noch fünfzehn Streiter auf jeder Seite übrig waren, zeigte sich, daß der Raum ausreichend war, um auch den Ball mit Schlägen durch die gegnerischen Reihen befördern zu können. Imman war geboren, das erste Spiel endete mit 37:34 Truhen für das nördliche Königreich.

Eine Kommission aus beiden Reichen setzte sich zusammen und erarbeitete die ersten Regeln für das Spiel, daß nun jedes Jahr ausgetragen werden sollte, um die Freundschaft der beiden Reiche zu bekräftigen und dem Gott Angrosch die Möglichkeit zu geben, ohne Krieg den wahren Hüter des Feuers zu bestimmen. Die Regeln wurden im Laufe der Jahrhunderte erweitert und angepaßt, aber im Grunde spielte man bis zum Auftauchen der Thorwaler noch immer auf einem großen ovalen Platz mit dem Ziel, drei Treffer in einer ein Schritt hohen und breiten Kiste unterzubringen.
Der geschlagenen Fünfzehn erging es dabei meist schlecht. Während im südlichen Reich die Verlierer nur fünf Jahre Zwangsarbeit als Wasserträger in den königlichen Zinnminen ableisten mußten, wurden Verlierer im Norden in die Grenzstreifen zum Orkland eingeteilt - nahezu ein Todesurteil in dieser Zeit. Siegreiche Fünfzehn hingegen hatten Aussicht, in höchste Positionen am jeweiligen Hof zu gelangen, wovon einige Goldgrubenverwalter und hohe Generäle ein beredes Zeugnis ablegten.

Erst mit dem Auftauchen der Thorwaler wurde das Spiel in die Richtung weiterentwickelt und zu dem gemacht, was wir heute unter Imman verstehen. Rein zufällig wurde eines Tages Jeborn Ingmarasson Zeuge eines Immanspiels im Kosch. Er brachte die Grundidee mit zu seinen Reisegefährten, hatte die Regeln aber nicht vollkommen verstanden, so daß die Thorwaler nach zahlreichen Versuchen ihre eigene Version entwickelte, die im großen und ganzen bis heute in allen Immanarenen Aventuriens ihre Gültigkeit hat - interessanterweise auch in den zwergischen, die wohl einige Vorteile in den neuen Spielregeln gesehen haben, zumal das nördliche und südliche Reich schon seit langem nicht mehr existieren.

Imman als aventurisches Volksvergnügen

Unabhängig davon, ob man nun die Zwerge oder die Thorwaler als eigentliche Erfinder des Imman preist, gab es ein wichtiges Ereignis, dass für die Entwicklung des Immansports als Turnierspiel in Aventurien bahnbrechend war. Im Jahre 101 vor Hal stellten Thorwal und Prem erstmals Fünfzehn aus den besten Spielern der beiden Städte auf. Die beiden Auswahlen sollten das erste reguläre Immanspiel zweier ihre Städte offiziell repräsentierender Haufen austragen. Am Ende siegte Thorwal mit 15:13, was bis heute als große Schmach auf dem Premer Imman lastet. Der Korkball aus diesem legendären Spiel wurde später Bestandteil des Meisterpokals. Kein Wunder, daß es der Traum eines jeden Immanspielers ist, diesen Pokal einmal berühren zu dürfen, vor allem, wenn es sich um einen Thorwaler handelt. Aus den beiden Stadtauswahlen gingen wenig später die beiden Vereinigungen Orkan Thorwal und Pottwal Prem hervor. Noch heute spielen beide Vereine einmal jährlich gegeneinander, wobei das Spiel bereits am Vortag mit einer gemeinsamen Wettfahrt der beiden Truppen in ihren Drachenbooten beginnt und mit einem Volksfest nach bester throwaler Tradition beendet wird.

Die zunehmende Beliebtheit des Imman bei den Thorwalern blieb nicht lange unentdeckt. Durch den großen Aktionsradius ihrer Drachenschiffe kamen die Thorwaler in viele Regionen Aventuriens und verhalfen somit neben Premer Feuer und guten Pelzen auch dem Imman zu wachsender Beliebtheit in der Fremde. Mit den Adlern von Grangor und den Löwen von Arivor wurden im Lieblichen Feld 85 vor Hal die ersten nicht thorwalschen Immanvereinigungen gegründet. Den ersten Vergleich beider Fünfzehn verloren die Grangorer mit 7:16. Dafür sind sie stolz darauf, daß sie, darf man den alten Schriftrollen glauben, einige Tage älter als die Löwen sind.

Auch Ruhmreich Nostria und Edelmut Andergast sind zwei Vereinigungen mit langer Geschichte. Beide wurden bereits 82 vor Hal gegründet und, wie sollte es anders sein, sind seit dem ersten Tag ihres Bestehens die verbittertsten Erzrivalen. Noch nie hat es ein Spieler gewagt, von einem der beiden Vereine zum anderen zu wechseln.

Das erste wichtige Immanturnier Aventuriens wurde seit 72 vor Hal in Rommilys ausgetragen. Bis zur Begründung der Allaventurischen Immanmeisterschaft sollte dieses Turnier der wichtigste Leistungsvergleich aller aventurischer Immanfünfzehn bleiben. Lange Zeit wurde das Rommilyser Turnier von den Haufen aus dem Thorwalschen beherrscht, doch mit der Zeit traten immer mehr Truppen aus allen Teilen Aventuriens an, die sich zunehmend zu ernsthafter Konkurrenz mauserten.

Bis 60 vor Hal gab es auf der aventurischen Immanlandkarte einen großen weißen Fleck. Im Mittelreich war das Spiel von einem Kaiser, der es als zu roh einschätzte verboten worden. Erst Kaiser Perval hob diese lange bestehende Verbot im Jahre 60 vor Hal auf, so daß in diesem Jahr das Imman auch seinen Siegeszug im Mittelreich antreten konnte. Bereits einen Tag nach Aufhebung des Verbots wurden mit den Havena-Bullen, den Honinger Wölfen und Vorwärts Angbar drei Vereine im Reich gegründet. In Windeseile verbreitete sich der Sport hier. Neben Sturmwind Llanka und den Rebellen von Gareth traten bald weitere Truppen auf den Plan.

Wichtige Regeländerungen wurden 58 vor Hal mit der Einführung der Halbzeitpause und 57 vor Hal mit dem Verbot, magiebegabte Spieler aufzunehmen, erlassen. Anlaß für letztere Regel waren die skandalösen Ereignisse im Spiel zwischen den Vinsalter Drachen und den Havena-Bullen, als ein heißblütiger Illussionsmagier den stark zurückliegenden Drachen mit Hilfe seiner magischen Fähigkeiten zu Hilfe kommen wollte. Er konnte allerdings gestoppt werden, die Bullen gewannen das Spiel souverän.

Eine wahre Dominanz konnten die Havena-Bullen in den kommenden Jahren aufbauen. Sechsmal in Folge, von 57 bis 52 vor Hal, gewannen sie das Turnier von Rommilys, ohne einmal in dieser Zeit geschlagen zu werden. Sie siegten als erste Mannschaft überhaupt in Thorwal und konnten auch die 51 vor Hal erstmals ausgetragenen Allaventurische Immanmeisterschaft für sich entscheiden. Alle Gegner konnten erst ein Jahr später aufatmen, als Orkan Thorwal die Bullen im Endspiel der zweiten Meisterschaft in Havena mit 18:16 schlagen konnte, und das nicht nur, weil die meisten Fünfzehn große Probleme mit dem sehr kleinen Spielfeld in Havena hatten.

Die Fünfzehn von Orkan Thorwal nimmt Aufstellung vor dem ersten Spiel beim Endrundenturnier 
zur 2. Allaventurischen Meisterschaft in ThorwalOrkan Thorwal gewann auch die nächste Meisterschaft, deren Endrunde in Thorwal ausgespielt wurde. Insgesamt sollten die Thorwaler sieben mal den Meisterpokal holen, so oft, wie keine andere Mannschaft. Am nächsten kamen Orkan bisher die Falken von Rommilys, die fünfmal als Sieger aus der Meisterschaft hervorgingen. Allerdings liegt für beide Vereine ihre Glanzzeit schon weit zurück. Die Falken konnten zum letzten Mal 10 vor Hal Meister werden, bei den Throwalern datiert der letzte Triumph gar aus dem Jahre 25 vor Hal.

Neben der allaventurischen Immanmeisterschaft gibt es zwei wichtige Turniere, die alle anderen Wettbewerbe, die in ganz Aventurien über das Jahr verteilt abgehalten werden, in den Schatten stellen. Im Jahre 16 vor Hal wurde der Kaiser-Reto-Pokal ins Leben gerufen, desse Gewinner die Rekordpreissumme von 1.000 Dukaten erhält. Eine Konkurrenz zu diesem Pokal entstand im Jahre 27 Hal, als die Liebfeldischen Vereine, die durch die Sperrung der Grenzen nicht am Kampf um den Kaiser-Reto-Kelch teilnehmen konnten, den Horas-Pokal ins Leben riefen, der sich seither im Lieblichen Feld großer Beliebtheit erfreut.

Neben zahlreichen regionalen Ligen, von denen die Kemi-Immanliga wohl die bekannteste ist, wurde 29 Hal auch eine gesamtaventurische Liga in Form der Vereinigten Aventurischen Immanliga gegründet. Der zunächst nach Vorbild der regionalen Ligen ausgespielte Ligamodus mit Heim- und Auswärtsspielen erwies sich aber als zu kosten- und reiseintensiv, so daß schon bald zu einer Einteilung in Regionalgruppen übergegangen wurde. Auch diese Lösung war jedoch nicht ideal, weshalb nun die VAI in mehreren Vorrundeturnieren die Teilnehmer am großen Endturnier um die Meisterschaft ermittelt. Die Fünfzehn in der VAI sind allerdings gegen die großen Namen im Imman, die die Allaventurische Meisterschaft unter sich ausmachen, nicht konkurrenzfähig, so daß die VAI eher als kleiner Schwester und Talentwiege für die große Allaventurische Meisterschaft bezeichnet werden kann.

Legendäre Spiele

Natürlich gibt es neben den legendären Meisterschaftsspielen auch solche, die aus anderen Gründen als allein dem umjubelten Siegtor noch lange im Gedächtnis bleiben. Bisher gingen zwei Spiele im Rahmen der Allaventurischen Immanmeisterschaft mit dem geringsmöglichen Torergebnis aus. 17 vor Hal trennten sich Donner Baliho und Vorwärts Angbar in einem langweiligen Spiel 1:0 und 26 Hal endete die wesentlich spannendere Begegnung der Xorloscher Mauern mit den Kosch-Keilern 1:0 nach Verlängerung. Auch der FIV Niritul konnte sich erfolgreich in der Liste der Mannschaften mit dem punktärmsten Sieg einreihen, als man am 6. Spieltag der 5. Spielzeit der VAI die Elevinaer Füchse zu Hause mit 1:0 bezwingen konnte - durch einen glücklich verwandelten Freischlag unmittelbar vor Ende der regulären Spielzeit.
18 vor Hal wurde das bisher torreichste Spiel ausgetragen als Darpatia Rommilys Königstreu Salzerhaven mit 43:37 schlug.
Das bisher längste Spiel dauerte im Jahr 7 Hal dreieinhalb Stunden, als Neunauge Tallop Donner Baliho erst in der Dämmerung in die Knie zwingen konnte.
Der erfolgreichste Torschütze in einem Spiel ist Valpo Gerning, der am 15. Firun 8 Hal seine Skorpione Punin quasi im Alleingang zum 18:2-Sieg gegen die Havena-Bullen schoß.

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