Transferpoker beendet - Dryadenfroint wechselt nach Lowangen
Lange hat man in Lowangen auf diese Antwort gewartet und kaum einer in der Stadt hatte noch
ernsthaft damit gerechnet, daß sich der Verband und die Neethaer Eulen am Verhandlungstisch
über die Modalitäten zum Wechsel von Curthan Dryadenfroint nach Lowangen einigen könnten.
Doch am gestrigen Morgen traf per durch den Botenreiter übermittelter Eilmeldung die
Mitteilung in der Fernhändlerzunft ein, daß der von der Swelttalwehr schon seit längerem
umworbene Mittelfeldspieler endlich die Freigabe zum sofortigen Wechsel erhalten hat.
Doch was war geschehen? Warum hat es diese ellenlange Verzögerung gegeben? Gemunkelt wird
in der Anhängerschaft, daß die Swelttalwehr mit ihrem unerwarteten Pokalsieg gleich in der
ersten Spielzeit einige wichtige Personen im Vorstand der Liga gegen sich aufgebracht hat,
die gern die Altmeister wie Punin oder Andergast, oder zumindest altgediente Mannschaften
mit dem Pokal in der Hand gesehen hätten. Arngrimm Beowulfsson und die anderen Betreuer der
Mannschaft weisen solche Vorwürfe aber auf das Entschiedenste zurück.
Vielmehr sind die Probleme wohl vor allem auf Ungereimtheiten im neu errichteten Spielerwechselsystem
zurückzuführen. So war niemandem klar, ob es eine Vermittlungsstelle zur Feststellung der
Ablösesumme geben müsse und wann ein Spielerwechsel eigentlich sinnvoll zu vollziehen sei.
Von einigen Mitgliedern des Vorstands wurde die Meinung geäußerst, Spieler dürften grundsätzlich
nur zum jeweiligen Saisonende den Verein verlassen, um eine Chancengleichheit in der
laufenden Spielzeit zu wahren. Glücklicherweise konnten sich diese Stimmen nicht durchsetzen,
und das nicht zuletzt auch auf Druck der Neethaer Eulen, die wie die Swelttalwehr endlich
Klarheit über ihre weitere Saisonplanung erhalten wollte.
Wie zu vernehmen war, hat sich Curthan Dryadenfroint bereits von Neetha aufgemacht, und
wird bald in Lowangen erwartet. Er wird zunächst in einem Zimmer der Jugendpension der
Sweltlandponys beherbergt, bis er eine feste Bleibe in der Svelltstadt gefunden hat. Auch
für seinen Lebensunterhalt ist bereits gesorgt. Neben einer Spielerzuwendung von 100 Dukaten
im Jahr wird der gelernte Purpurfärber ein Auskommen in der kombinierten Färber- und
Schneiderhütte von Allieb Hesindeweiß im Viertel Eidal finden.
Von dem Spieler selbst ist noch kein Kommentar über den endlich zustande gekommenen Wechsel
nach Lowangen gedrungen, doch wissen gut unterrichtete Kreise, daß er sich im recht
defensiven Spielsystem der Eulen in letzter Zeit häufig unwohl gefühlt und mit
einem Sprung zu einer deutlich offensiveren Mannschaft schon seit längerem geliebäugelt hat.
Da ist er bei der Swelttalwehr genau richtig, denn wer spielt offensiveres Imman als unsere
Jungen und Mädels?.
Mit großer Erleichterung wurde die Nachricht zudem von Wiskir Popopulowitsch aufgenommen,
der nun endlich, wie schon lange geplant, Kork und Ball an die Torlatte hängen und sich
gemeinsam mit Maya Plattenmacher an die Betreuung der Jugendmannschaft, in der es
noch einiges zu verbessern gibt, machen kann. Wir wünschen Wiskir viel Glück und freuen
uns schon auf das in Aussicht gestellte Abschiedsspiel, das uns vom Verein versprochen
wurde.
Transferchaos in Neetha
muß Dryadenfroint zurück an den Chabab?
Was ist da los in Neetha? Dies Fraga hört man des öfteren in Beobachterkreisen, wenn es um
die Spielerpolitik der Neethaer Eulen in dieser Spielzeit geht. Nicht weniger als drei
Leistungsträger verliesen den Verein Richtung Norden und hinterließen klaffende Lücken
in den Reihen der Mannschaft. Während aus Prem ein noch recht unerfahrener Spieler bei
einem Leihgeschäft im Tausch für eine Spielzeit nach Neetha wechselte, was im Zweifel auch
eher der Sturmotta nützen dürfte als den Eulen, gingen Topangreifer Bochsbansen und
Mittelfeldregiseur Dryadenfroint nach Phexcaer beziehungsweise Lowangen. Viele Beobachter
hielten insbesondere die Wechselsumme von 1.600 Dukaten, welche die Swelttalwehr für
Dryadenfroint gezahlt hatte, für unverhältnismäßig niedrig und nicht nachvollziehbar, doch
auch der Weggang von Bochsbansen löste einiges Kopfschütteln aus.
Im Umfeld der Eulen rumort es. Einige Vereinsmitglieder und Geldgeber haben bereits einen
Untersuchungsausschuß ins Leben gerufen, der die merkwürdigen Umstände der Spielerwechsel
genauer analysieren soll. Eine erste Vermutung, derzufolge sowohl Lowangen als auch
Phexcaer Bestechungsgelder für die Wechsel gezahlt haben sollen, konnte nicht erhärtet werden.
Stattdessen wird nun in einer anderen Richtung ermittelt.
Ist der Präsident der Eulen noch Herr der Lage? Zweifel am geistigen Zustand des verantwortlichen
Vereinspräsidenten Zafid ya Gilborn waren schon im letzten Jahr vereinzelt zu hören gewesen,
als er sich weigerte, die recht gut gefüllte Kasse der Eulen für dringend notwendige
Stadionreparaturen "zu plündern". Seine Geldsammelleidenschaft ging nunmehr soweit, daß
er das im Frühjahr anberaumte Trainingslager aus Kostengründen ebenso streichen ließ, wie
das alljährliche Sponsorenessen mit den größten Geldgebern der Mannschaft. In diese Folge
von irrationalen Handlungen, die lediglich mehr Geld in der Kasse aber weniger Leistung
auf dem Platz brachten, reiht sich der Megatransfer der letzten Wochen nahtlos ein. Von
mehreren Seiten wurde bereits die Frage laut, ob ya Gilborn noch Herr der Lage und fähig
sei, einen der stärksten Immanvereine der VAI zu leiten.
Erhättet werden die Spekulationen über Zafids Geisteszustand von Berichten aus seinem näheren
Umfeld, denen zufolge er in letzter Zeit des öfteren zusammenhanglose Worttiraden loslasse
und zuweilen in langes hysterisches Lachen verfalle. Zudem sammle er allerhand glitzernde Dinge
in seinem Haus, was ihm bei den Nachbarn bereits den Spitznamen "die Elster" eingebracht hat.
Nach einer Untersuchung durch die Neethaer Noioniten, die vermutlich schon nächste Woche vom
Stadtrat Neethas angeordnet werden könnte will auch die VAI noch einmal über die Geschehnisse
rund um die Spielerwechsel von Neetha an andere Vereine beraten. Möglicherweise werden einer
oder mehrere Transfers rückgängig gemacht werden, sollte sich herausstellen, daß ya Gilborn
offenbar in geistigem Wahn zum Schaden der Eulen gehandelt hat.
Damit ist nach den wochenlangen Verhandlungen und dem endlich erfolgten Wechsel Dryadenfroints
an den Svellt immer noch nicht klar, ob die Swelttalwehr langfristig mit dem neuen Hoffnungsträger
im Mittelfeld planen kann. Insbesondere nach dem vorzeitigen Ausscheiden Wiskir Popopulowitschs
aus dem Kader wäre eine Rückkehr Dryadenfroints ein herber Rückschlag für die Meisterschaftshoffnungen
der Lowanger. Auch wenn Wiskir problemlos noch einmal aktiviert werden könnte, wäre er sicher nur
schwer in der Lage, an das Leistungsniveau Dryadenfroints heranzukommen.
Aber auch für den
eben erst nach Lowangen gezogenen Spieler ist die unsicher Situation alles andere als erfreulich.
In einer kurzen Stellungnahme sagte er zur derzeitigen Lage: "Ja, es ist schon beschissen, wenn
man nicht weiß, was jetzt wird. Ich hab eigentlich keine Lust, schon wieder zurück nach Neetha
zu gehen. Ich fühle mich hier wohl und kann als eine Art Halbbremser spielen, was ich eh viel
besser kann als diesen Spielmacherkram, den sie mir in Neetha immer aufgedrückt haben. Aber
wenn der Verband entscheidet, daß ich zurück muß, kann ich auch nichts machen. Hoffentlich
krieg ich noch was raus für den ganzen Streß. Die alten Männer sollen mal so weit umziehen
und dann gleich wieder zurück. Dann wissen die mal, wie das ist!"











